Chronik des Wildparks
Bis aus der ersten Idee ein Wildpark auf dem Potzberg wurde, vergingen mehr als zehn Jahre. Nach umfangreichen Planungen, Anhörungsverfahren und Genehmigungen öffnete der Wildpark Potzberg im September 1984 schließlich seine Tore. Seitdem hat sich vieles verändert. Aus dem ursprünglichen Wildpark entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte der heutige Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg. Neue Tierarten und Gehege kamen hinzu, die Falknerei entwickelte sich zu einem besonderen Schwerpunkt und auch Artenschutz, Nachzucht und Auswilderung gewannen zunehmend an Bedeutung.
1972 bis 1998
- 1972
Der Landkreis Kusel lässt ein Fremdenverkehrsgutachten erstellen. Darin wird die Errichtung eines Wildparks auf dem Potzberg empfohlen. - 1974
Nachdem die ursprüngliche Planung eines wesentlich größeren Wildparks in Richtung Rutsweiler und Mühlbach von den Behörden abgelehnt wurde, wird eine kleinere Lösung mit zunächst etwa 25 Hektar angestrebt. - 1975
Die Detailplanung für den zukünftigen Wildpark beginnt. - 1977 / 1978
Die erforderlichen Genehmigungen werden erteilt und die Umsetzung des Wildparks beschlossen. - 1978
Zur Finanzierung und zum späteren Betrieb wird der „Verein zur Errichtung und zum Betrieb einer Freizeiteinrichtung mit Wildgehege auf dem Potzberg“ gegründet. - 1980
Im Sommer beginnen die Bauarbeiten. Fast vier Jahre dauert es, bis aus den Planungen der neue Wildpark entsteht. - 1984
Im September wird der Wildpark Potzberg eröffnet. - 1985
Die zentrale Fütterungsanlage mit Besuchertribüne erhält für ihre besondere, landschaftsgerechte Holzkonstruktion den Holzbaupreis Rheinland-Pfalz. - 1989
Erste Überlegungen entstehen, den Wildpark um eine Greifvogelhaltung zu erweitern. - 1991
Der Bau der ersten Volieren wird vorangetrieben. Im Juni finden die ersten Trainingsflüge statt und ab dem 21. Juli gehören Greifvögel und Flugschauen fest zum Wildpark. - 1997
Aufgrund hoher finanzieller Fehlbeträge strebt der Trägerverein eine Verpachtung des Wildparks an. Im Dezember wird ein entsprechender Vertrag mit einer Betreiberfirma aus Thüringen geschlossen. - 1998
Harald Schauß übernimmt den Wildpark. In den folgenden Jahren werden insbesondere die Falknerei, der Greifvogelbestand und die Zucht weiter ausgebaut.
2001 bis heute
- 2001
Der Wildpark geht mit seiner ersten eigenen Homepage unter wildpark.potzberg.de online. - 2002
Der Bestand wächst auf rund 50 Greifvögel. Die Flugschauen werden mit Adlern, Geiern, Milanen, Falken und Andenkondoren weiter ausgebaut. - 2003
Rund 70 Greifvögel leben inzwischen im Wildpark. Weitere Volieren entstehen und die Falknerei entwickelt sich zunehmend zu einem besonderen Markenzeichen des Potzbergs. - 2006
Der Wildpark wird Ausbildungsbetrieb. Seitdem kann hier der Beruf des Tierpflegers erlernt werden. - 2007
Der Wildpark erhält den Zoostatus. - In den folgenden Jahren
Der Wildpark wird weiter ausgebaut und modernisiert. Die ursprünglich rund 25 Hektar große Anlage wächst auf über 30 Hektar. Mit Unterstützung des Trägervereins und Fördermitteln entstehen unter anderem eine neue Brücke und die Blockhütte „Zum Adlerblick“, die heute die Gastronomie beherbergt.
Gleichzeitig gewinnt die Nachzucht seltener Eulen und Greifvögel für Artenschutz- und Wiederansiedlungsprojekte immer größere Bedeutung. - Seit 2014
Mit einem wissenschaftlich begleiteten Wiederansiedlungsprojekt für den Steinkauz im Saarland wird das Engagement für den Artenschutz weiter intensiviert. Zahlreiche Nachzuchten vom Potzberg werden für Auswilderungsprojekte im In- und Ausland zur Verfügung gestellt. Auch Habichtskäuze aus unserer Nachzucht konnten unter anderem für Wiederansiedlungsprojekte im Bayerischen Wald und in Österreich abgegeben werden. - 2024
Der Wildpark blickt auf 40 Jahre Wildpark Potzberg zurück. Die Greifvogelflugschauen sind längst weit über die Region hinaus bekannt. Gleichzeitig sind Nachzucht, Artenschutz und Naturpädagogik zu wichtigen Bestandteilen unserer Arbeit geworden. - Heute
Aus den ersten Planungen der 1970er-Jahre ist ein weitläufiger Wildpark und Greifvogelzoo entstanden. Auf über 30 Hektar verbinden wir heute Tierbeobachtung, Falknerei, Artenschutz und Naturerlebnis miteinander.
Mehrere Kilometer Rundwege führen durch den Park. Neben den großzügigen Tiergehegen und der Falknerei gehören heute auch der Erlebnis-Spielplatz mit Streichelbereich, die Blockhütte „Zum Adlerblick“ und verschiedene Angebote für Kinder zum Wildpark.
Was 1984 begann, entwickeln wir bis heute weiter – mit viel Erfahrung, neuen Ideen und dem Ziel, unseren Besuchern die Tierwelt und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur näherzubringen.